Haushaltshilfe

Haben Sie jemals daran gedacht als Butler oder Dienstmädchen in einem wohlhabenden privaten Haushalt zu arbeiten? Wenn ja, dann sollten Sie zuvor ein wenig über die Geschichte des Butlers und der Haushälterin (Dienstmädchen) erfahren. Beginnen wir im viktorianischen England.

Die Aufgaben eines Butlers im England des 18. Jahrhunderts waren viel mehr als Öffnen der Türen, der Gäste – Empfang, das Entgegennehmen des Mantels sowie die Mischung eines perfekten Martinis. Der Geschichte des Butlers beginnt tatsächlich in Frankreich, dort entstand das Wort Butler aus dem französischen Wort Bouteillier oder "porte – bouteille“ entstanden." Eine der wichtigsten Aufgaben des Butlers in den frühen Anfängen war die des Mundschenks. Diese Knechte waren in der Regel verantwortlich für den Weinkeller, daher waren sie die Weinflaschen - Träger. Von diesem niedrigen Start stieg der Butler zum Kopf der männlichen Bediensteten in den meisten Haushalten im viktorianischen England. Neben der Aufsicht über die Pflichten der Diener und der anderen Knechte, war er auch verantwortlich für die Speisekammer, den Essbereich und überwachte die wichtigsten Funktionen des laufenden Haushalts. Er verfügte ein eigenes Zimmer, wenn auch ein kleines, doch die andere Mitarbeiter sahen zu ihm auf und befolgten seine Anordnungen. Butler verdienten rund vierzig Pfund pro Jahr, was im heutigen Leistungs-Verhältnis mit ca. 60,00 $ gleichzusetzen wäre.

Die Haushälterin war das Pendant des Butlers im Haushalt. Sie war verantwortlich für alle weiblichen Bediensteten sowie die Inhabern aller Schlüssel und überwachte, dass die Vorratskammern und Keller immer ordnungsgemäß abgesperrt wurden. Obwohl sie dem Status des Butlers gleichzusetzen war, hatte die Haushälterin nicht soviel an Befugnis und auch keine eigene Unterkunft.

Heute leben Hausangestellte nur in den wohlhabendsten Haushalten auf der ganzen Welt. Es gibt männliche und weibliche Butler. Die weiblichen Butler arbeiten in der Regel für Haushalte im Nahen und Fernen Osten, da es aus kulturellen Gründen für einen männlichen Bediensteten tabu ist mit einem weiblichen Mitglied des Haushaltes unter einem Dach zu wohnen.